Manuel Grund (1988) ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen.
Seit September 2024 ist er Leiter der Berufsfachschule für Musik Oberfranken sowie der Sing- und Musikschule im Landkreis Kronach. Er unterrichtet dort Orchester- und Ensembleleitung sowie musiktheoretische Fächer und leitet zudem den Konzertchor und die Cranach Sinfonietta. Bereits seit 2021 war er als stellvertretender Schulleiter tätig und übernahm nach einem Jahr als kommissarischer Leiter im September 2024 die Gesamtleitung der beiden Schulen.
In der Spielzeit 2025 dirigierte er erstmals das Galakonzert sowie die Produktion „Wiener Blut“ der Sommeroperette Heldritt. Im Herbst 2025 wurde er zum Musikalischen Direktor sowie zum zweiten geschäftsführenden Vorstand der Sommeroperette gewählt. Mit seinem Amtsantritt erweiterte er die Festspielstruktur um neue Formate der Musiktheatervermittlung, darunter Kinder- und Familienkonzerte.
Seit der Spielzeit 2021/22 ist er musikalischer Leiter des Sinfonieorchesters der Gesellschaft der Musikfreunde Neustadt bei Coburg. Im Jahr 2025 wurde das Orchester mit dem Kulturpreis der Oberfrankenstiftung ausgezeichnet.
Ergänzend widmet er sich einer regen Tätigkeit als Dirigent und dirigierte Musiktheaterproduktionen, Oratorien- und Sinfoniekonzerte u.a. mehrfach mit den Hofer Symphonikern, dem Karlovy Vary Sinfonieorchester, der Vogtland Philharmonie, dem Festivalorchester der Sommeroperette, dem Heidelberger Kantatenorchester. Ebenso leitete er als Gastdirigent diverse Orchester und Chöre u.a. in Deutschland, Spanien und den USA.
Er erarbeitete sich ein breites Musiktheater- und Konzertrepertoire vom 18. bis zum 21. Jahrhundert. Insbesondere im Konzertrepertoire konnte Manuel Grund seinen Ruf als Dirigent mit neu entdeckten Werken u.a. von Max Baumann, Felix Draeseke, Manuel Maria Ponce und Gerhard Deutschmann festigen.
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist Manuel Grund als Komponist, Arrangeur und Autor von Lehrwerken sowie Fachaufsätzen tätig und widmet sich musikpädagogischer und musikhistorischer Forschung. Sein Schwerpunkt liegt auf Percussion-Werken, mit denen er das Repertoire für Solo und Ensemble in Ausbildung und professioneller Praxis erweitert. Veröffentlichungen erschienen unter anderem bei Universal Edition Wien und dem Musikverlag Scherbacher.
Seit Mai 2022 ist Manuel Grund Präsident und geschäftsführender Vorsitzender der Max-Baumann-Gesellschaft e.V. In dieser Funktion engagiert er sich für die Erforschung, Edition und Verbreitung des Werks Max Baumanns. In Anerkennung seiner Verdienste um das Werk Max Baumanns, insbesondere im Zusammenhang mit der Uraufführung der ersten Sinfonie, sowie seines Engagements für das kulturelle Leben in Kronach wurde ihm im Mai 2024 die Max-Baumann-Medaille verliehen.
Er arbeitet mit international renommierten Solistinnen und Solisten sowie Künstlerpersönlichkeiten wie Gábor Boldoczki, Francesco Tamiati, Hans Gansch, Miguel Gómez-Martínez, Johannes Wildner, Christoph Ulrich Meier, Bob Ross, Violeta Dinescu, Martin Smolka, Adriana Hölszky, Wolfgang Rihm, Gerd Schaller, Harry D. Bath, Richard Steuert, Heribert Beissel, Toshiyuki Kamioka, Mona Hary, Simon Gaudenz, Zoltán Kocsis, Gertrud Schilde, Monika Henschel und Valentin Schwarz sowie mit dem Hilliard Ensemble zusammen.
Tourneen, CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen runden seine umfangreiche künstlerische Tätigkeit ab.
Gastverträge führten Manuel Grund als Orchestermusiker bereits an diverse nationale und internationale Opernhäuser, Sinfonieorchester und Festivals, so z.B. Norddeutsche Philharmonie Rostock, Philharmonisches Orchester Theater Vorpommern, Kammerphilharmonie Leipzig, Kammerphilharmonie Sopot (Polen), Franz-Liszt Chamber Orchestra (Ungarn), Badische Philharmonie/Oper Pforzheim, Darmstädter Residenzfestspiele, Bayerische Philharmonie, Orchester der Carl-Orff-Festspiele, Mecklenburger Kammersolisten, Orchester der Greifswalder Bachwoche, Musica Baltica, ABAM Ensemble Neue Musik, Brücken-Festival 2008/2009/2011.
Darüber hinaus ist er in Forschung und Lehre tätig. Er unterrichtete im Hauptfach Schlagwerk an der Universität Koblenz sowie an der iba – University of Cooperative Education in Heidelberg. Im Jahr 2018 war er zudem Mitarbeitender von Prof. Dr. Maria Spychiger an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.
Er absolvierte ein Weiterbildungs-Zertifikatsstudium im Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie ein Masterstudium in Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Saar (Prof. Dr. Michael Dartsch). Sein Studium setzte er in den Fächern Dirigieren und Instrumentalpädagogik Schlagwerk an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim fort. Zuvor studierte er Instrumentalpädagogik Schlagwerk (Prof. Edith Salmen, Andreas Winkler), Orchesterdirigieren (Prof. Christfried Göckeritz) sowie Chorleitung und Oratorieninterpretation (KMD Prof. Hartwig Eschenburg) an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.
Seine musikalische Ausbildung begann am Schlagzeug und wurde später durch Klavier sowie Euphonium/Tuba ergänzt. Er studierte an der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg bei Eckhard Kopetzki (Schlagwerk) und Dieter Müller (Dirigieren) und schloss dort seine Ausbildung als staatlich geprüfter Chor- und Ensembleleiter ab.
Künstlerische Impulse erhielt er zudem durch zahlreiche Meisterkurse in den Bereichen Schlagwerk, Chor- und Orchesterleitung.
